Bitcoin notiert nach Trumps Ankündigung zu einem möglichen Angriff auf Iran und steigenden Ölpreisen unter Druck. Der Kurs stabilisiert sich kurzfristig, bleibt aber weiter unter dem Vorwochenlevel.
Bitcoin notierte am Mittwoch scharf im Abwärtstrend, nachdem US-Präsident Donald Trump im Fernsehen über die anhaltenden Spannungen mit dem Iran gesprochen hatte. Während seiner Rede fiel der Kurs um 3 % auf 66.600 US-Dollar, was einem wöchentlichen Minus von 4,9 % entspricht. Trotz kurzfristiger Stabilisierung bleibt der Preis unter dem Vorwochenlevel und zeigt keine Anzeichen einer schnellen Erholung.
Trump betonte, dass die US-Militäraktion gegen den Iran „sehr nahe“ am Abschluss stehe, benötige jedoch noch „mehr Wochen“ und zusätzliche Feuerkraft. Gleichzeitig äußerte er sich positiv über die neue iranische Führung und bezeichnete sie als „weniger radikal und viel vernünftiger“, was eine mögliche Deeskalation nahelegte. Diese widersprüchlichen Signale führten zu Verunsicherung an den Finanzmärkten.
Der Konflikt sorgte für einen Anstieg der Rohölpreise, die zeitweise über 108 US-Dollar pro Barrel kletterten. Analysten vermuten, dass sich Bitcoin weiterhin stark an geopolitischen Entwicklungen orientiert und kaum von der konjunkturellen Stimmung entkoppeln kann. Ohne klare Fortschritte in den Friedensverhandlungen oder einen Ölpreisverfall unter 90 US-Dollar bleibt die Risikoaversion hoch, was den Kurs weiter belastet.
Technisch gesehen zeigt Bitcoin weiterhin eine schwache Struktur, mit Widerstandsklammern bei 69.000 und 72.000 US-Dollar. Ein Rückzug unter die Unterstützung von 66.000 US-Dollar könnte zu einem Test des kritischen Niveaus von 63.000 US-Dollar führen, das zuletzt im vierten Quartal 2025 erreicht wurde. Langfristige Halter erhöhen ihre Positionen trotz Volatilität, doch die Mehrheit der Analysten erwartet weiter fallende Kurse, sofern keine signifikante Erholung eintritt.