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Riot Platforms verkauft 3.778 Bitcoin im ersten Quartal 2026 und reduziert BTC-Bestand

Riot Platforms verkauft 3.778 Bitcoin im ersten Quartal 2026 und reduziert BTC-Bestand

Riot Platforms hat im ersten Quartal 2026 einen Verkauf von 3.778 Bitcoin durchgeführt, was einem Erlös von 289,5 Millionen US-Dollar entspricht. Gleichzeitig sank der eigene BTC-Bestand um 18 Prozent auf 15.680 Coins.

Riot Platforms hat im ersten Quartal 2026 einen Verkauf von 3.778 Bitcoin durchgeführt, was einem Erlös von 289,5 Millionen US-Dollar entspricht. Gleichzeitig sank der eigene BTC-Bestand um 18 Prozent auf 15.680 Coins. Die Verkäufe erfolgen im Kontext einer strategischen Neuausrichtung des Unternehmens hin zu Infrastruktur- und Hosting-Geschäften, bei der Kapital für den Ausbau von High-Performance-Computing-Infrastruktur benötigt wird.

Die operative Entwicklung des Unternehmens bleibt indes positiv: Die All-in-Power-Kosten senkten sich um 21 Prozent auf 3,0 Cent pro Kilowattstunde, während die eingesetzte Hash-Rate um 26 Prozent auf 42,5 EH/s wuchs. Zudem erzielte Riot im ersten Quartal 21,0 Millionen US-Dollar an Power-Credits, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.

Ein separater Bericht von Blockchain-Intelligence-Plattform Arkham hat zudem einen weiteren Verkauf von 500 Bitcoin aus einer Wallet identifiziert, die Riot zugerechnet wird, was auf eine fortgesetzte Liquidation hindeutet. Die Verkäufe stehen im Einklang mit einer branchenweiten Entwicklung, bei der Miner wie MARA Holdings, Genius Group und Nakamoto Holdings in den letzten Tagen gemeinsam über 15.500 Bitcoin veräußerten.

Die Verkäufe erfolgen unter dem Einfluss steigender Energiepreise, die durch den Konflikt im Nahen Osten weiter verschärft wurden. Gleichzeitig ist die Bitcoin-Mining-Schwierigkeit seit Mitte März um 7,7 Prozent auf 133 Billionen gefallen, während das Netzwerk-Hash-Rate um 15 Prozent auf etwa 990 EH/s zurückging. Dies begünstigt effizientere Miner, während weniger rentable Anbieter vom Markt drängen.

Die aktuelle Verkaufsrate von Riot übersteigt die eigene Produktion von 1.473 Bitcoin im gleichen Zeitraum um das 2,6-Fache. Dies stellt keine traditionelle Schatzverwaltung dar, sondern eine strukturelle Entnahme, die vermutlich zur Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen oder zur Balance-Sheet-Vorsorge dient. Die aktuelle Strategie setzt voraus, dass Bitcoin-Preisniveaus von über 90.000 US-Dollar im zweiten Quartal erreicht werden, um eine vorzeitige Verkaufsaktion bei Tiefstständen zu vermeiden.

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