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Ex-US-Finanzminister Paulson warnt vor Anleihenmarkt-Krise mit Auswirkungen auf Krypto

Ex-US-Finanzminister Paulson warnt vor Anleihenmarkt-Krise mit Auswirkungen auf Krypto

Henry Paulson, ehemaliger US-Finanzminister während der Finanzkrise 2008, warnt vor einem möglichen Kollaps des US-Anleihemarktes.

Henry Paulson, der die US-Finanzsysteme während der Finanzkrise 2008 als Finanzminister leitete, warnt vor einem möglichen Kollaps des US-Anleihemarktes. In einem aktuellen Interview beschrieb er die Situation als potenziell "bösartig" und forderte einen Notfallplan, der vor einer Krise bereitsteht.

Paulson verwies auf die rapide gewachsene US-Staatsschuld, die von 10 Billionen US-Dollar im Jahr 2008 auf über 35 Billionen US-Dollar im Jahr 2025 angestiegen ist. Er verglich die Unvorhersehbarkeit eines möglichen Nachfrageeinbruchs für US-Staatsanleihen mit dem "Gesetz der wirtschaftlichen Schwerkraft", das irgendwann unweigerlich zuschlägt.

Die Auswirkungen auf Kryptomärkte wären direkt: Ein ungeordneter Verkauf von Anleihen würde die Dollar-Liquidität schnell einschränken. Historisch gesehen leiden risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen zuerst unter solchen Bedingungen, bevor sich ein sicherer Hafen-Narrativ für Bitcoin entwickeln könnte.

Die 30-jährigen US-Staatsanleihen haben bereits die 5-Prozent-Marke überschritten - ein Niveau, das zuletzt im Oktober 2023 und davor im Vorkrisen-Zeitalter erreicht wurde. Dies allein ist bereits besorgniserregend, umso mehr mit Paulsons Warnung dahinter.

Ein Präzedenzfall ereignete sich bereits im April 2025, als die Renditen von US-Staatsanleihen angesichts von Handelsspannungen stark anstiegen. Entgegen der Erwartung eines sicheren Hafens verkauften Anleger sowohl Aktien als auch Kryptowährungen, was die enge Korrelation zwischen diesen Anlageklassen in Stressphasen verdeutlichte.

Paulson fordert einen "Notfallplan" oder "Notbremse" für den Schuldenfall, der vor einer Krise bereitliegen soll. Dies steht im Kontrast zu aktuellen Äußerungen von Finanzminister Scott Bessent, der Warnungen von JPMorgan-Chef Jamie Dimon am 1. Juni 2025 als unglaubwürdig abtat.

Die zentrale Frage ist nicht, ob Paulson recht hat mit seiner Einschätzung der Anleihenmarkt-Verwundbarkeit, sondern wie Kryptowährungen reagieren, wenn seine Warnungen sich bewahrheiten. Die Erfahrung zeigt, dass in einer echten Anleihenmarkt-Krise zuerst Panik ausbricht und alles verkauft wird - auch Bitcoin.

Ein Anstieg der 10-jährigen US-Staatsanleiherenditen über 5 Prozent mit beschleunigtem Momentum wäre ein wichtiger Schwellenwert, den es zu beobachten gilt. Für Krypto-Investoren bedeutet dies, dass technische Wendepunkte bei Ethereum und anderen Altcoins in einer solchen makroökonomischen Schockwelle besonders gefährdet wären.

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