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Coldcard-Bug lenkt Krypto-Nutzer zu Multi-Vendor-Multisig-Wallets

Coldcard-Bug lenkt Krypto-Nutzer zu Multi-Vendor-Multisig-Wallets

Der entdeckte Entropie-Fehler in der Coldcard-Hardwarewallets führt seit 2021 zu grundlegenden Änderungen in der Bitcoin-Selbstverwahrung.

Der kürzlich entdeckte Entropie-Fehler in der Hardwarewallet Coldcard hat die Bitcoin-Community auf einen tiefgreifenden Wandel in der Selbstverwahrung gebracht. Der Bug, der seit 2021 unentdeckt blieb, hat gezeigt, dass selbst gut empfehlenswerte und renommierte Wallet-Anbieter von kritischen Sicherheitslücken betroffen sein können.

Die Bitcoin-Selbstverwahrung ist eine fortschrittliche Praxis, die Nutzer vor dem Risiko von Betrug durch Exchange-Anbieter wie FTX oder MtGox schützt. Doch die jüngsten Entwicklungen führen zu einer Neubewertung der bestehenden Custody-Praktiken. Viele Bitcoin-Besitzer verlagerten ihre Münzen vorübergehend zu Exchanges, während andere ihre Selbstverwahrungskonfigurationen überarbeiten.

Nach Angaben von Nick Neuman, CEO von Casa, haben 233.000 Bitcoins in Reaktion auf den Coldcard-Skandal in Sicherheit gebracht. Zentrales Element der neuen Empfehlung ist die Multi-Vendor-Multisig-Wallet-Form, bei der private Schlüssel auf mehreren Geräten verschiedener Hersteller generiert und benötigt werden, um Transaktionen zu signieren.

Ein solches Multisig-System schützt Nutzer vor Herstellerfehlern, indem es die Notwendigkeit eines einzelnen privaten Schlüssels eliminiert. Bitcoin-Skripte legen dabei die Ausgabebedingungen für eine Wallet fest und ermöglichen es, Transaktionen nur mit Signatur von mehreren Geräten freizugeben.

Der Coldcard-Entropie-Fehler hat besonders Einzelnutzer betroffen, die ihre privaten Schlüssel ohne zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie Passphrasen oder Würfelwürfe erzeugt haben. Die dadurch schwache Entropie machte das Erraten der Schlüssel möglich, was Hacker ausnutzten, um über 100 Millionen Dollar an Bitcoin zu stehlen.

Experten betonen, dass die Wahl der richtigen Custody-Lösung stets vom individuellen Bedrohungsmodell abhängt. Eine gründliche Analyse persönlicher Risiken und Sicherheitsanforderungen ist unerlässlich, um eine robuste Strategie zu entwickeln.

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