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Coinbase und Better Home starten erste krypto-gedeckte Hypotheken in den USA

Coinbase und Better Home starten erste krypto-gedeckte Hypotheken in den USA

Coinbase und Better Home & Finance haben die ersten krypto-gedeckten konformen Hypotheken in den USA eingeführt. Dabei können Kreditnehmer Bitcoin oder USDC als Sicherheit für eine Fannie Mae-gestützte Immobilienfinanzie...

Coinbase und Better Home & Finance haben die ersten krypto-gedeckten konformen Hypotheken in den USA eingeführt. Dabei können Kreditnehmer Bitcoin oder USDC als Sicherheit für eine Fannie Mae-gestützte Immobilienfinanzierung verwenden, ohne ihre Positionen zu liquidieren. Die neue Produktstruktur ermöglicht den Zugang zum 12-Billionen-Dollar-amerikanischen Wohnimmobilienmarkt unter GSE-Konformität.

Die Oberflächenmeldung ist historisch. Die zugrunde liegende Mechanik zeigt jedoch, wo der eigentliche Kompromiss liegt. Bitcoin wird für Sicherungszwecke mit 40 Prozent seines Marktwerts bewertet, USDC mit 80 Prozent. Ein Kreditnehmer, der 100.000 US-Dollar in Bitcoin als Sicherheit stellt, erhält 40.000 US-Dollar an nutzbarem Eigenkapitalkredit. Dieser Abschlag macht die Mathematik für die staatlich geförderten Unternehmen (GSEs) funktionstüchtig, verlangt vom Kreditnehmer jedoch eine erhebliche Überbesicherung.

Die Produktstruktur besteht aus zwei Instrumenten: einer primären konformen Fannie Mae-gestützten Hypothek und einer zweiten Hypothek, die die Anzahlung abdeckt und durch die verpfändeten Krypto-Bestände besichert ist. Coinbase verwahrt die verpfändeten Vermögenswerte treuhänderisch; die Eigentümerschaft geht nicht auf den Kreditgeber über, aber die Sicherheit wird für die Dauer des Kredits belastet.

Der Abschlag ist die entscheidende Einschränkung. Um 80.000 US-Dollar an qualifizierendem Eigenkapitalkredit mit Bitcoin zum Bewertungssatz von 40 Prozent zu generieren, muss ein Kreditnehmer 200.000 US-Dollar in BTC verpfänden. USDC ist kapitaleffizienter mit einem Satz von 80 Prozent; 100.000 US-Dollar in USDC ergeben 80.000 US-Dollar an nutzbarem Sicherheitenwert, erfordern aber immer noch eine erhebliche Überbesicherungspuffer.

Fannie Maes Volatilitätsabschlagrahmen ist genau darauf ausgelegt, die Preisschwankungen der Anlageklasse aufzufangen, ohne beim Kreditnehmer Zwangsliquidationen auszulösen. Es gibt keine Margin Calls. Die Sicherheit ist bei kurzfristigen Preisrückgängen nicht gefährdet. Die Krypto-Position wird für den Kreditgeber erst nach 60 oder mehr Tagen Verzug aktivierbar, was mit den Standard-Zwangsversteigerungszeiträumen übereinstimmt und die Kreditrisiken der Hypothek bewusst von der täglichen Volatilität der Kryptowährung entkoppelt.

Berechtigte Vermögenswerte müssen auf einer US-regulierten Börse mit vollständiger AML-Konformität und einer dokumentierten Mindesthaltedauer von 60 Tagen gehalten werden. Cold Wallets sind ausgeschlossen. DeFi-Positionen qualifizieren sich nicht. Gestakte Vermögenswerte sind ebenfalls nicht zulässig. Der Rahmen ist bewusst eng gefasst; er tauscht Flexibilität gegen GSE-Kompatibilität, was der einzige Weg zur Konformität ist.

Die politische Architektur dahinter geht direkt auf die Direktive von FHFA-Direktor Pulte vom 25. Juni 2025 zurück, in der Fannie Mae und Freddie Mac angewiesen wurden, formelle Underwriting-Richtlinien für digitale Vermögenswerte zu entwickeln. Phase-1-Rahmenvorschläge zu Volatilitätsbehandlung und Dokumentationsstandards befinden sich derzeit in der FHFA-Prüfung, mit einer Timeline von 6 bis 12 Monaten vor dem Rollout der Phase-2-Kriterien.

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