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Bitcoin fällt unter 70.000 US-Dollar - Ölpreis-Schock und Fed-Politik belasten Krypto-Markt

Bitcoin fällt unter 70.000 US-Dollar - Ölpreis-Schock und Fed-Politik belasten Krypto-Markt

Bitcoin fiel unter die Marke von 70.000 US-Dollar, da steigende Energiepreise und die restriktive Haltung der US-Notenbank den Dollar stärkten und die Nachfrage nach riskanten Anlagen dämpften.

Der Bitcoin-Kurs fiel am Donnerstag unter die Marke von 70.000 US-Dollar, da steigende Energiepreise und die unveränderte Haltung der US-Notenbank die Nachfrage nach riskanten Anlagen dämpften. Die größte Kryptowährung wurde bei etwa 69.500 US-Dollar gehandelt und baute damit die Verluste der vorherigen Sitzung aus.

Der Ausverkauf wurde durch einen Anstieg der Rohölpreise ausgelöst, der auf die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten zurückzuführen ist. Das Brent-Rohöl kletterte über 114 US-Dollar pro Barrel, während das Oman-Rohöl zeitweise bis auf 150 US-Dollar stieg. Die Preissprünge spiegeln Befürchtungen über Versorgungsunterbrechungen wider, nachdem Angriffe auf wichtige Energieinfrastrukturen im Zusammenhang mit den Spannungen zwischen dem Iran und Israel gemeldet wurden.

Die makroökonomischen Erschütterungen wirkten sich auf die Märkte aus. Die europäischen Erdgas-Futures stiegen stark an, während die Nasdaq-100-Futures nachgaben und damit eine breitere Schwäche bei riskanten Anlagen signalisierten. Der Bitcoin-Kurs fiel laut Daten von Bitcoin Magazine Pro innerhalb von 24 Stunden um rund 4 Prozent.

Der Druck auf Kryptowährungen verstärkte sich nach der Sitzung der US-Notenbank, bei der der Leitzins unverändert bei 3,50 bis 3,75 Prozent belassen wurde. Obwohl die Entscheidung erwartet worden war, schlugen die Währungshüter einen vorsichtigen Ton an, da geopolitische Risiken und steigende Energiepreise die Inflation hoch halten könnten.

Diese Entwicklung hat die Erwartungen an die Geldpolitik verändert. Die Markteinschätzung spiegelt nun geringe Chancen auf Zinssenkungen im Jahr 2026 wider, wobei einige Händler sogar eine geringe Wahrscheinlichkeit für eine weitere Straffung einpreisen. Höhere Zinsen über einen längeren Zeitraum belasten Anlagen wie Bitcoin, indem sie die Attraktivität renditetragender Instrumente erhöhen und den Dollar stärken.

Der Bitcoin-Kurs war Anfang der Woche kurzzeitig über 75.000 US-Dollar gestiegen, bevor er in den vergangenen Tagen stark nachgab und erneut unter die Marke von 70.000 US-Dollar fiel. Der Ausverkauf weitete sich über den Kryptomarkt hinaus aus. Der S&P 500 und die globalen Aktienmärkte gingen zurück, während auch Gold von seinen jüngsten Höchstständen abrutschte, obwohl der Konflikt andauert. Dies deutet darauf hin, dass Anleger ihre Engagements über mehrere Anlageklassen hinweg reduzieren.

Geopolitische Spannungen bleiben der Haupttreiber. Berichten zufolge hat der Iran regionale Energieinfrastrukturen angegriffen, einschließlich Anlagen, die mit den verflüssigten Erdgasexporten Katars in Verbindung stehen. Gleichzeitig erwägen US-amerikanische Stellen ein weiteres militärisches Engagement zum Schutz der Schifffahrtsrouten durch die Straße von Hormus, einer wichtigen Arterie für die globalen Ölströme.

Sofern die Energiepreise hoch bleiben und die Zentralbanken eine restriktive Haltung beibehalten, wird der Bitcoin-Kurs voraussichtlich im Einklang mit den breiteren makroökonomischen Bedingungen und nicht mit spezifischen Krypto-Katalysatoren gehandelt werden.

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