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Wisconsin verklagt Kalshi, Polymarket, Coinbase, Crypto.com und Robinhood wegen illegaler Sportwetten-Plattformen

Wisconsin verklagt Kalshi, Polymarket, Coinbase, Crypto.com und Robinhood wegen illegaler Sportwetten-Plattformen

Der Generalstaatsanwalt von Wisconsin hat eine Klage gegen fünf Krypto- und Trading-Plattformen eingereicht. Die Unternehmen werden beschuldigt, Sport-Ergebnis-Wetten anzubieten, die gegen das staatliche Glücksspielgeset...

Der Generalstaatsanwalt von Wisconsin, Josh Kaul, hat am Dienstag eine Klage gegen fünf Unternehmen eingereicht, die digitale Plattformen für den Handel mit Ereignisvorhersagen anbieten. Die Unternehmen Kalshi, Polymarket, Coinbase, Crypto.com und Robinhood werden beschuldigt, Sport-Ergebnis-Wetten zu ermöglichen, die nach Wisconsins Gesetz gegen illegales Glücksspiel verstoßen. Die Klage zielt darauf ab, diese Angebote dauerhaft zu untersagen und die Unternehmen zur Einhaltung staatlicher Vorschriften zu verpflichten.

Nach Angaben des Generalstaatsanwalts bieten die genannten Plattformen Wetten auf politische Ereignisse, Sportergebnisse und andere Ereignisse an, die als Glücksspiel klassifiziert werden könnten. Die Klage besagt, dass diese Aktivitäten ohne die erforderliche Lizenzierung stattfinden und damit gegen das Wisconsin Gambling Act verstoßen. Die Plattformen argumentieren jedoch, dass ihre Angebote als Vorhersagemärkte fungieren und nicht als traditionelle Wetten.

Kalshi, ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in New York, betont, dass seine Plattform auf der Vorhersage von Ereignissen basiert und keine direkten Wetten auf Sportergebnisse zulässt. Die Firma verweist auf eine rechtliche Grauzone, in der Vorhersagemärkte oft als andere Kategorie eingestuft werden. Coinbase und Crypto.com, beide mit Fokus auf Kryptowährungen, bieten ebenfalls Vorhersagemärkte an, die auf Ereignisse wie Wahlen oder wirtschaftliche Indikatoren abzielen.

Robinhood, eine in den USA beliebte Trading-App, hat ebenfalls Vorhersagemärkte in ihr Angebot integriert, die auf Ereignisse wie politische Entwicklungen oder sportliche Ergebnisse abzielen. Die Plattform betont, dass ihre Angebote auf einer Prognose basieren und keine direkte Wette auf das Ergebnis darstellen. Die Klage wirft jedoch ein, dass diese Angebote in der Praxis als Glücksspiel fungieren und somit gegen staatliche Vorschriften verstoßen.

Die Wisconsin DOJ betont, dass die Klage Teil einer breiteren Initiative ist, um illegale Glücksspielaktivitäten im digitalen Raum zu bekämpfen. Der Generalstaatsanwalt erklärte, dass der Schutz der Verbraucher und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften oberste Priorität haben. Die Unternehmen werden aufgefordert, ihre Angebote zu überarbeiten oder die Lizenzierung zu beantragen, um weiterhin operieren zu dürfen.

Die Unternehmen haben noch nicht öffentlich detailliert auf die Klage reagiert, aber sie haben betont, dass sie mit den Behörden zusammenarbeiten und rechtliche Optionen prüfen. Die Klage könnte weitreichende Auswirkungen auf die Branche der Vorhersagemärkte haben, insbesondere für Plattformen, die auf Ereignisse außerhalb des traditionellen Finanzwesens wetten. Es bleibt abzuwarten, wie die Gerichte die rechtlichen Grauzonen bewerten werden.

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