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Virginia übernimmt unbesagte Kryptowährungen für mindestens ein Jahr im Rahmen neuer Gesetzgebung

Virginia übernimmt unbesagte Kryptowährungen für mindestens ein Jahr im Rahmen neuer Gesetzgebung

Das neue Gesetz von Virginia sieht vor, dass unbeantragte Kryptowährungen von Kundenkonten für mindestens ein Jahr in staatlicher Verwahrung bleiben. Betroffene können ihre Vermögenswerte jederzeit reklamieren.

Das US-Bundesstaat Virginia hat ein neues Gesetz verabschiedet, das vorsieht, dass unbeantragte Kryptowährungen auf Kundenkonten für mindestens ein Jahr in staatlicher Verwahrung bleiben. Diese Regelung gilt für digitale Vermögenswerte, die von Finanzdienstleistern nicht mehr beansprucht werden.

Die Gesetzgebung verlangt, dass solche Vermögenswerte in ihrer ursprünglichen Form – also „in-kind“ – weitergeführt werden. Das bedeutet, dass die Kryptowährungen nicht in Fiatwährung umgetauscht oder verkauft werden dürfen, solange sie nicht beansprucht wurden.

Kunden behalten das Recht, ihre Vermögenswerte jederzeit zurückzufordern. Sollte ein Anspruch geltend gemacht werden, muss der Staat die entsprechenden Kryptowährungen an die ursprünglichen Eigentümer auszahlen.

Die Regelung ist Teil eines umfassenderen Rechtsrahmens, der die Behandlung digitaler Vermögenswerte in der Verbraucherschutzgesetzgebung stärken soll. Ähnliche Bestimmungen existieren bereits in anderen US-Bundesstaaten, doch Virginia ist einer der ersten Bundesstaaten, der explizit Kryptowährungen in diesem Kontext regelt.

Die Gesetzesinitiative zielt darauf ab, Klarheit über die rechtliche Behandlung unbesagter digitaler Vermögenswerte zu schaffen und Verbraucher vor Missbrauch zu schützen. Die Umsetzung wird von der Virginia State Corporation Commission überwacht.

Die neue Regelung tritt am 1. Juli in Kraft und wird voraussichtlich im Sommer 2024 vollständig anwendbar sein. Betroffene Kunden werden über die notwendigen Schritte zur Reklamation informiert.

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