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Über 100 Kryptounternehmen fordern US-Senat auf, Marktstrukturgesetz zu verabschieden

Über 100 Kryptounternehmen fordern US-Senat auf, Marktstrukturgesetz zu verabschieden

Über 100 Kryptounternehmen und Branchenverbände haben sich an den US-Senat gewandt, um das lange hinausgezögerte Marktstrukturgesetz voranzutreiben.

Mehr als 100 Kryptounternehmen und Branchenverbände, darunter Coinbase, Ripple, Kraken und Circle, haben in einem gemeinsamen Schreiben an den US-Senat gedrängt, das „Clarity Act“ voranzutreiben. Das Gesetz soll einen bundesweiten Rechtsrahmen für digitale Assets schaffen und die Zuständigkeiten zwischen der SEC und der CFTC klären.

Die Initiative wird von der Crypto Council for Innovation und der Blockchain Association geleitet und richtet sich an den Vorsitzenden des Senatsbankenausschusses, Tim Scott, sowie an Ranking-Mitglieder wie Elizabeth Warren und Cynthia Lummis.

Die Unternehmen betonen, dass die aktuelle „Regulation durch Enforcement“ durch Klagen beider Behörden zu unsicherer Rechtslage führt. Stattdessen fordern sie klare gesetzliche Vorgaben für Klassifizierung, Handel und Offenlegung digitaler Assets.

Zusätzlich wird der Schutz von Entwicklern von Non-Custody-Technologien, die Wahrung von Verbraucherrechten bei Stablecoins und ein einheitliches Bundesrecht gegen patchworkartige Landesregelungen gefordert.

Die EU mit ihrer MiCA-Regulierung wird als Vorbild genannt, da sie rechtliche Sicherheit bietet und als Innovationsstandort wettbewerbsfähig bleibt. Die USA riskieren laut Branchenvertretern den Anschluss an internationale Wettbewerber.

Ji Hun Kim von der Crypto Council for Innovation betont, dass der Zeitpunkt für klare Regeln „kritisch“ sei. Er verweist auf bereits bestehende bipartisan Initiativen wie den GENIUS Act für Stablecoins als Grundlage für weiterführende Reformen.

Das Schreiben unterstreicht, dass nur ein gesetzlicher Rahmen die langfristige Investitionssicherheit und technologische Entwicklung in den USA gewährleisten kann, ohne auf EU-Ebene abzuhängen.

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