Die Schweizerische Finanzaufsicht FINMA genehmigt ein Sandbox-Projekt, in dem sieben Finanzinstitute eine regulierte Stablecoin im Schweizer Franken testen.
Im Rahmen eines von der FINMA genehmigten Sandbox-Projekts starten sieben Schweizer Finanzinstitute – darunter UBS, Sygnum Bank, PostFinance, Vontobel, Union Bank of Switzerland, SEBA Bank und die Credit Suisse – ein gemeinsames Testumfeld für eine regulierte Stablecoin im Schweizer Franken (CHF). Das Projekt, das bis Ende 2026 laufen soll, dient der systematischen Erforschung und Validierung von Anwendungsfällen, insbesondere im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr. Ziel ist es, die Machbarkeit und Effizienz digitaler Zahlungslösungen mit einer staatlich anerkannten Währung zu prüfen, ohne dass eine konkrete Markteinführung der Stablecoin vorgesehen ist.
Die Initiative ist Teil einer breiteren globalen Entwicklung, bei der zentrale Banken und Finanzinstitute vermehrt digitale Währungsformen prüfen. Laut einer Mitteilung von UBS, Sygnum und PostFinance soll das Sandbox-Setup konkrete Erfahrungen mit der Nutzung einer tokenisierten CHF-Stablecoin sammeln, die unter Aufsicht der FINMA betrieben wird. Die Tests umfassen sowohl technische als auch regulatorische Aspekte, um mögliche Rahmenbedingungen für zukünftige Stablecoin-Anwendungen im schweizerischen Finanzmarkt zu evaluieren.
Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Untersuchung, wie eine von der FINMA regulierte Stablecoin den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr vereinfachen und beschleunigen kann. Insbesondere im Kontext internationaler Transaktionen könnten digitale CHF-Lösungen potenziell Kosten senken und Abwicklungszeiten verkürzen. Die beteiligten Institute betonen jedoch, dass es sich um ein Testprojekt handelt, das nicht als Ankündigung einer sofortigen Markteinführung verstanden werden soll.
Die Schweizerische Finanzaufsicht FINMA übernimmt die regulatorische Begleitung des Sandbox-Verfahrens und stellt sicher, dass alle Aktivitäten den geltenden rechtlichen und Aufsichtsvorgaben entsprechen. Die Ergebnisse des Projekts sollen bis Ende 2026 ausgewertet und gegebenenfalls zur Weiterentwicklung eines möglichen Rahmens für digitale Währungen in der Schweiz beitragen. Es wird ausdrücklich betont, dass keine konkreten Pläne für eine breite Einführung der Stablecoin vorliegen.
Die beteiligten Institute sehen in der Zusammenarbeit einen Schritt zur Stärkung der Innovationsfähigkeit im Schweizer Finanzsektor. Durch die gemeinsame Testphase sollen nicht nur technische Lösungen erprobt, sondern auch Erfahrungen mit regulatorischen Anforderungen gesammelt werden. Die Erkenntnisse aus dem Sandbox-Projekt sollen langfristig zur Entwicklung eines sicheren und effizienten digitalen Zahlungsökosystems in der Schweiz beitragen.