Die singapurische Bank OCBC hat mit GOLDX ein institutionelles Gold-Token auf Solana und Ethereum gestartet. Die Marktkapitalisierung des zugrundeliegenden Fonds beträgt rund 525 Millionen US-Dollar.
Die singapurische Großbank OCBC hat gemeinsam mit Lion Global Investors und der Digital-Asset-Börse DigiFT das GOLDX-Token auf den Markt gebracht. Das Produkt ist sowohl auf Ethereum als auch auf Solana verfügbar und wird durch den LionGlobal Singapore Physical Gold Fund besichert, der per 16. April ein verwaltetes Vermögen (AUM) von rund 525 Millionen US-Dollar aufwies.
Institutionelle Anleger und Hedgefonds können über das Token in physisches Gold investieren. Die Zeichnung erfolgt entweder mit Stablecoins oder Fiat-Währungen, die Token werden direkt in On-Chain-Wallets ausgeliefert. Kenneth Lai, Leiter Global Markets bei OCBC, bezeichnete den Launch als „Meilenstein in der blockchain-orientierten Strategie der Bank“.
Die Einführung fällt in eine Phase wachsender Nachfrage nach tokenisierten Real-World-Assets (RWA). Das Gesamtvolumen aller tokenisierten realen Vermögenswerte auf öffentlichen Blockchains übersteigt mittlerweile 29 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von über 10 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage. Auf Solana selbst verzeichnete das Volumen tokenisierter Goldprodukte zuletzt ein Plus von 290 Prozent, wobei 25,5 Millionen Token umgeschlagen wurden.
Die Wahl Solanas als eine der beiden Ausgabeketten ist kein Zufall. Die Blockchain hat in den vergangenen Monaten durch das CLARITY-Gesetz und die damit verbundene regulatorische Klarheit an institutioneller Glaubwürdigkeit gewonnen. Analysten sehen darin eine bewusste Positionierung OCBCs, um von der wachsenden Adaption im institutionellen Sektor zu profitieren.
Während Solana von diesem RWA-Boom profitiert, bleibt die Preisentwicklung des nativen Tokens SOL verhalten. Aktuell bewegt sich der Kurs in einer engen Handelsspanne zwischen 78 und 80 US-Dollar. Solange diese Zone hält, bleibt die charttechnische Struktur intakt, doch ein nachhaltiger Ausbruch scheitert immer wieder an der 92 bis 95 US-Dollar-Marke. Ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Niveau könnte den Weg in Richtung 110 US-Dollar ebnen, während ein Bruch der 78-Dollar-Unterstützung Rücksetze in die mittleren 70-Dollar-Bereich nach sich ziehen könnte.
Parallel dazu rückt die Frage in den Fokus, welche Blockchain als nächstes von der RWA-Revolution profitieren könnte. Bitcoin selbst bietet zwar die tiefste Liquidität und das höchste institutionelle Vertrauen, verfügt aber nativ nicht über die Smart-Contract-Fähigkeiten, die für tokenisierte Assets nötig sind. Genau hier setzen Bitcoin Layer-2-Projekte wie Bitcoin Hyper an.
Bitcoin Hyper positioniert sich als erste Bitcoin Layer 2 mit Solana Virtual Machine (SVM)-Integration. Ziel ist es, subsekundäre Smart-Contract-Ausführung in das Bitcoin-Ökosystem zu bringen, ohne die Sicherheit der Basisschicht zu kompromittieren. Das Projekt verspricht eine extrem niedrige Latenz, eine dezentrale Brücke für native BTC-Transfers und eine Transaktionsgeschwindigkeit, die laut Teamangaben sogar Solana übertrifft.
Derzeit befindet sich Bitcoin Hyper in der Presale-Phase und hat bereits 32.466.226,06 US-Dollar eingesammelt. Der aktuelle Preis pro HYPER-Token liegt bei 0,0136789 US-Dollar, wobei Staking mit hoher APY für frühe Teilnehmer angeboten wird. Da es sich um ein noch nicht gestartetes Projekt handelt, sind die Risiken hoch – Liquidität ist nicht garantiert und der Erfolg hängt maßgeblich von der Adaption nach dem Launch ab.
Ob Bitcoin Hyper oder ein anderes Bitcoin Layer-2-Projekt die nächste RWA-Welle anführen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Nachfrage nach Infrastruktur, die institutionelle Assets auf der sichersten Blockchain der Welt handelbar macht, wächst. Für Investoren bedeutet das, sowohl die etablierten Player wie Solana als auch die aufstrebenden Bitcoin-basierten Lösungen genau im Auge zu behalten.