Strategy hat ein Bitcoin-Monetarisierungsprogramm angekündigt, um bis zu 1,25 Milliarden Dollar aus dem Verkauf von Bitcoin zu generieren.
Strategy (MSTR) hat am 29. Juni 2026 einen Antrag gestellt, bis zu 1,25 Milliarden Dollar Wert an Bitcoin zu verkaufen, um seine Liquidität zu erhöhen und finanzielle Verpflichtungen zu decken. Das Unternehmen nennt dies ein „Bitcoin Monetization Program“, das die Deckung von Dividenden für Vorzugsaktien sowie Zinszahlungen und die Stärkung der Bilanz vorsieht. Die Entscheidung folgt auf eine Abnahme des modified Net Asset Value (mNAV) unter 1, was die vorherige Strategie des kontinuierlichen Bitcoin-Ankaufs destabilisiert hat.
Die aktuelle Bitcoin-Reserve des Unternehmens beträgt 2,55 Milliarden Dollar, und Verkäufe sollen „von Zeit zu Zeit“ erfolgen, abhängig von Marktbedingungen. Gleichzeitig wurden zwei Aktienrückkaufprogramme genehmigt, jeweils bis zu 1 Milliarde Dollar für Class-A-Aktien und Digital Credit Securities. Die Vorzugsaktienlast beläuft sich auf über 700 Millionen Dollar jährlich, wobei STRK eine 8 %ige Dividende, STRF 10 % (bzw. 18 % bei ausbleibenden Zahlungen) und STRD 10 % nicht kumulativ aufweist.
Der Auslöser für die Maßnahme war der Rückgang des mNAV auf 0,99 am 27. Juni 2026, was die vorherige Kapitalstruktur gefährdet. Bei einem Bitcoin-Kurs von 60.000 Dollar entspricht der geplante Verkauf über 54.000 Bitcoin. Strategy betont jedoch, dass der Verkauf nicht die langfristige Überzeugung von Bitcoin als Kernreserve widerspiegelt, sondern lediglich der Liquiditätsmanagement dient. Der Vorstand hat zudem eine neue Richtlinie verabschiedet, die mindestens 12 Monate an Reserven für Dividenden und Zinszahlungen vorschreibt.
Die Ankündigung hat Reaktionen aus der Marktumgebung ausgelöst, darunter kritische Kommentare von Peter Schiff, der Strategy als Bitcoin-Verkäufer bezeichnet. Die Aktie von MSTR reagiert mit Kursverlusten, während Bitcoin selbst leichte Erholungen zeigt. Die Situation verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen Strategy steht, wenn die Bewertung des mNAV unter 1 fällt und die Kapitalstruktur unter Druck gerät.