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Strategy definiert Bitcoin-Schwellenwert von 8.000 bis 10.000 Dollar als Risikogrenze für Kapitalstruktur

Strategy definiert Bitcoin-Schwellenwert von 8.000 bis 10.000 Dollar als Risikogrenze für Kapitalstruktur

Strategy-CEO Phong Le erklärte im Interview mit Bloomberg TV, dass das Unternehmen seine Bilanz bis zu einem Bitcoin-Preis von 8.000 bis 10.000 Dollar als sicher erachtet.

In einem Interview mit Bloomberg TV betonte Strategy-CEO Phong Le, dass das Unternehmen seine Bilanz bis zu einem Bitcoin-Preis von 8.000 bis 10.000 Dollar als äußerst stabil ansieht. Dieser Bereich wird als Kapitalstruktur-Stressschwelle im Zusammenhang mit Schuldenrisiken definiert, nicht als Marktprognose. Bei einem aktuellen Bitcoin-Kurs von etwa 64.500 Dollar würde dies einem potenziellen Kursverfall von rund 85 Prozent entsprechen. Le betonte, dass die aktuelle Kapitalstruktur so gestaltet ist, dass sie selbst bei extremen Szenarien wie einem 90-prozentigen Kursverfall über fünf Jahre hinweg stabil bleibt, ohne Bitcoin-Verkäufe zur Schuldentilgung zu erzwingen.

Strategy verfolgt eine Strategie, bei der Bitcoin-Verkäufe nur als letzte Option bei einem hypothetischen Extremfall betrachtet werden. Derzeit hält das Unternehmen über 840.000 Bitcoin, was es zum weltweit größten Bitcoin-Halter als Unternehmen macht. Die Kapitalstruktur ist bewusst so konzipiert, dass sie selbst bei einem 85-prozentigen Kursverfall stabil bleibt, wobei die Timing-Struktur der Schulden und die liquiden Reserven entscheidend sind. Ein 85-prozentiger Kursverfall würde zwar die Bilanz stark belasten, aber die Liquidität wird durch die $3 Milliarden-US-Dollarreserven und die Struktur der STRC-Präferenzaktien abgesichert.

Ein zentraler Druckpunkt liegt derzeit in der STRC-Präferenzaktie, die einen Nominalwert von 100 Dollar hat und eine jährliche Rendite von 13 Prozent zahlt. Im April 2026 fiel der Kurs unter den Nominalwert, sank dann im Juni auf unter 75 Dollar und erholte sich teilweise auf etwa 90 Dollar. Wenn STRC unter 100 Dollar fällt, wird die Ausgabe neuer Aktien zur Finanzierung von Bitcoin-Käufen eingeschränkt. Strategy baut daher gezielt USD-Reserven aus, um das Vertrauen in STRC wiederherzustellen und die Kapitalbeschaffung zu sichern.

Die aktuelle $3 Milliarden-US-Dollarreserve, die nach einer Aktienemission im Jahr 2026 aufgebaut wurde, reicht laut Strategy für etwa 21 Monate, um Zins- und Dividendenzahlungen zu decken, ohne die Bitcoin-Treasury zu berühren. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 3.588 Bitcoin bei etwa 60.000 Dollar verkauft, um Dividenden zu finanzieren. Strategy klassifiziert diese Verkäufe als normale Prozess-tests und Steueroptimierung, nicht als Notverkäufe, wobei der Verkauf unter dem durchschnittlichen Anschaffungspreis von etwa 75.000 Dollar stattfand. Die Bitcoin-Monetarisierungsstrategie zielt darauf ab, solche Verkäufe systematisch zu vermeiden und die Kapitalstruktur langfristig zu stabilisieren.

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