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Ripple erweitert XRPL AI Starter Kit um Machine Payments Protocol

Ripple erweitert XRPL AI Starter Kit um Machine Payments Protocol

Das aktualisierte XRPL AI Starter Kit in Version 1.1 unterstützt nun das Machine Payments Protocol (MPP) sowie den Open Wallet Standard.

Ripple hat sein XRPL AI Starter Kit auf Version 1.1 aktualisiert und dabei Unterstützung für das Machine Payments Protocol (MPP) hinzugefügt. MPP ist ein Standard, der gemeinsam von Stripe und Tempo entwickelt wurde und es Software-Agenten ermöglicht, für Dienstleistungen ohne klassischen Checkout-Prozess zu bezahlen. Ergänzt wird das Angebot durch die Integration des Open Wallet Standard, der Entwicklern eine einheitliche Schnittstelle für das Wallet-Management über mehrere Blockchains hinweg bietet.

Mit diesen Erweiterungen können Entwickler KI-Agenten erstellen, die für Daten, Computing und andere Online-Dienste mittels XRP oder RLUSD, dem dollargebundenen Stablecoin von Ripple, bezahlen. Das Zahlungsmodell von MPP funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Ein Service antwortet auf eine Anfrage des Agenten mit einem Preis, der Agent autorisiert die Zahlung, und der Service stellt die angeforderte Ressource bereit. Dabei muss kein Mensch einen Checkout-Bildschirm bestätigen – die Transaktion ist lediglich ein weiterer Schritt im Workflow des Agenten.

Ripple setzt dabei nicht auf einen einzelnen Standard, sondern unterstützt sowohl MPP als auch das bereits im Juni integrierte x402-Protokoll. Diese Strategie gibt Entwicklern, die auf Stripe und Tempo aufbauen, die Möglichkeit, XRP- oder RLUSD-Zahlungen über die Ripple-Integration anzubieten, ohne ihre Architektur um eine neue Blockchain herum neu gestalten zu müssen. Einmalige Zahlungen werden sowohl durch XRP als auch durch ausgegebene Token wie RLUSD unterstützt. Laufende Zahlungssessions sind hingegen derzeit auf XRP beschränkt, da die Erweiterung auf Stablecoins von einem noch nicht implementierten Ledger-Upgrade abhängt.

Der Open Wallet Standard adressiert ein anderes Problem: das Schlüsselmanagement über verschiedene Blockchains hinweg. Er ermöglicht es Agenten, Transaktionen anzufordern, ohne direkt auf private Schlüssel zuzugreifen, wobei Sicherheitsvorkehrungen wie Ausgabenlimits und genehmigte Zieladressen in die Oberfläche eingebaut sind.

Trotz der strukturellen Bedeutung dieser Erweiterungen bleiben wichtige Fragen offen. Die Software befindet sich weiterhin im Beta-Stadium, und Ripple hat weder benannte kommerzielle Kunden noch Zahlungsvolumen für die MPP-Integration veröffentlicht. Der naheliegende Katalysator für die Zukunft ist weniger die Veröffentlichung selbst als vielmehr die Frage, ob das vorgeschlagene Ledger-Upgrade, das Stablecoin-Zahlungssessions ermöglichen würde, tatsächlich umgesetzt wird und ob Entwickler, die auf MPP oder x402 aufbauen, reale Transaktionsströme über das XRPL verzeichnen können.

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