Pantera Capital drängt Satsuma Technology, seine verbleibenden Bitcoin-Bestände zu liquidieren und das Kapital an die Aktionäre auszuzahlen, nachdem der Aktienkurs stark eingebrochen ist.
Pantera Capital, ein führender Krypto-Investmentfonds unter der Leitung von Dan Morehead, hat Satsuma Technology aufgefordert, seine verbleibenden Bitcoin-Bestände zu verkaufen und das Kapital an die Aktionäre auszuzahlen. Dies geschieht nach einem dramatischen Kursverfall des Unternehmensanteils, der von einem Hoch von 14 Pfund im Juni 2025 auf aktuell rund 21 Pence gefallen ist – ein Rückgang von über 99 Prozent.
Die verbleibenden Bitcoin-Bestände von Satsuma umfassen etwa 646 BTC, die derzeit einen Marktwert von nahezu 50 Millionen US-Dollar haben. Pantera Capital hält nach Angaben von Bloomberg etwa 6 bis 7 Prozent der Anteile am Unternehmen, was es zu einem der wichtigsten Aktionäre macht. Die Forderung folgt einer breiteren Marktkorrektur, bei der Bitcoin nach einem Hoch von über 126.000 US-Dollar im Januar 2025 auf rund 60.000 US-Dollar fiel und damit die Bilanzwerte vieler Unternehmen belastete, die in Bitcoin investiert hatten.
Satsuma hatte im August 2025 über 164 Millionen Pfund (221 Millionen US-Dollar) über konvertierbare Anleihen aufgebracht, die von mehreren Krypto-Firmen wie Pantera Capital, ParaFi Capital, Kraken und Digital Currency Group gezeichnet wurden. Das Unternehmen positionierte sich damals als KI-gestützter Bitcoin-Treasury-Manager und folgte einem Trend, bei dem Unternehmen ihre Bilanzen für digitale Assets nutzten.
Die aktuelle Krise markiert eine Wende in dieser Strategie. Nachdem das Unternehmen bereits im vierten Quartal 2024 einen großen Teil seiner Bitcoin-Bestände verkauft hatte, um Noteninhaber zu bedienen, die sich weigerten, ihre Schulden in Aktien umzuwandeln, kam es zu wachsendem Druck von Investoren. Die jüngste Aktienkursverluste haben die Unsicherheit über die zukünftige Ausrichtung verstärkt.
Satsuma hat bestätigt, dass es Anfragen von Aktionären erhalten hat, das Kapital zurückzuzahlen, und dass der Vorstand die Optionen prüft. Der Vorstandsvorsitzende Ranald McGregor-Smith betonte, dass das Unternehmen die Interessen aller Investoren im Blick behält, nannte jedoch keine konkreten Akteure hinter den Forderungen. Die Lage bleibt unsicher, da das Unternehmen bereits im Februar und März 2025 zwei Führungskräfte, darunter CEO Henry Elder, verlor.
Die vorgeschlagene Lösung würde das Ende der Bitcoin-Treasury-Strategie bedeuten, die weniger als ein Jahr nach ihrem Start aktiv war. Durch den Verkauf der verbleibenden Bitcoin-Bestände und die Ausschüttung des Erlöses an die Aktionäre soll der verbleibende Wert erhalten werden, der trotz des Aktienkursverfalls noch über dem Marktwert des Unternehmens liegt. Dies würde einen klaren Rückzug aus der Krypto-Strategie signalisieren und den Aktionären einen konkreten Ausstiegspfad bieten.