ICE-CEO clarified that discussions with Hyperliquid are exploratory and not tied to CME. The talks focus on evaluating onchain perpetuals markets. No official partnership has been announced.
Die NYSE-Tochtergesellschaft Intercontinental Exchange (ICE) hat nach Angaben ihres CEO Jeffrey Sprecher laufend Gespräche mit dem Krypto-Start-up Hyperliquid geführt, um ein Onchain-Perpetuals-Geschäft zu evaluieren. Sprecher betonte in einem Interview mit Bloomberg, dass diese Gespräche „exploratorisch“ seien und nicht mit der Chicago Mercantile Exchange (CME) im Zusammenhang stünden. Die CME hatte zuvor über eine mögliche Zusammenarbeit mit Hyperliquid berichtet, was jedoch von Sprecher als unabhängig von ICEs Aktivitäten abgelehnt wurde.
Hyperliquid, ein auf der Solana-Blockchain basierendes dezentrales Handelsprotokoll, hat sich seit 2023 als bedeutender Akteur im Onchain-Handel mit Perpetuals etabliert. Das Unternehmen verzeichnete im ersten Quartal 2024 ein tägliche Handelsvolumen von über 1,5 Milliarden US-Dollar. Die Gespräche mit ICE zielen darauf ab, die technologischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für eine Integration von Onchain-Märkten in traditionelle Finanzinfrastrukturen zu prüfen.
Sprecher clarified, dass ICE keine konkreten Pläne für eine Partnerschaft mit Hyperliquid hat, sondern lediglich die Machbarkeit einer solchen Zusammenarbeit untersucht. Die Gespräche erfolgen im Kontext eines wachsenden Interesses von traditionellen Finanzinstitutionen an dezentralen Finanzlösungen (DeFi), wobei ICE als einer der führenden Anbieter von Börseninfrastruktur in den USA gilt.
Die CME hatte im Vorfeld über eine mögliche Zusammenarbeit mit Hyperliquid berichtet, was als Hinweis auf eine branchenweite Verschiebung hin zu Onchain-Märkten interpretiert wurde. Sprecher betonte jedoch, dass ICE und CME unterschiedliche Strategien verfolgten und dass die Gespräche mit Hyperliquid nicht im Zusammenhang mit CMEs Aktivitäten stünden. Die Gespräche sind Teil einer breiteren Strategie von ICE, die technologischen Entwicklungen im Krypto-Bereich zu verfolgen.
Hyperliquid hat sich in den letzten Monaten auch durch die Einführung neuer Funktionen wie der „Hyperliquid Liquidity Book“ und die Integration mit institutionellen Partnern positioniert. Die Gespräche mit ICE könnten einen Schritt in Richtung einer breiteren Akzeptanz von Onchain-Handelsplattformen in der traditionellen Finanzwelt darstellen, bleiben aber vorerst auf der Ebene der Evaluierung.
Die Gespräche sind Teil der allgemeinen Entwicklung, bei der traditionelle Finanzinstitutionen vermehrt Interesse an dezentralen Technologien zeigen. ICE, als Betreiber der NYSE, ist ein zentraler Akteur in diesem Bereich, während Hyperliquid als innovativer Player im Onchain-Sektor gilt. Die genaue Ausgestaltung einer möglichen Zusammenarbeit bleibt unklar und hängt von weiteren regulatorischen und technischen Prüfungen ab.