Phong Le, CEO von Strategy, schätzt, dass eine moderate 2%ige Bitcoin-Allokation durch Morgan Stanley Wealth Management bis zu 160 Milliarden Dollar in den Kryptomarkt bringen könnte.
Phong Le, Präsident und CEO von Strategy, dem weltweit ersten und größten Bitcoin-Treasury-Unternehmen, hat die potenzielle Marktwirkung von Morgan Stanleys geplantem Bitcoin-ETF hervorgehoben. In einem Beitrag auf X erklärte Le, dass selbst eine moderate Allokation von 2% durch Morgan Stanley Wealth Management, die rund 8 Billionen US-Dollar an verwalteten Vermögen (AUM) betreut, bis zu 160 Milliarden Dollar in Bitcoin fließen könnten.
"Morgan Stanley Wealth Management verwaltet etwa 8 Billionen US-Dollar an AUM und empfiehlt eine Bitcoin-Allokation von 0-4%", schrieb Le. "Eine 2%ige Allokation würde 160 Milliarden Dollar bedeuten, etwa das Dreifache der Größe von IBIT. MSBT: Monster Bitcoin."
Le bezog sich dabei auf die iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock, derzeit der größte Bitcoin-ETF. Seine Einschätzung deutet darauf hin, dass selbst eine moderate institutionelle Nachfrage das Volumen bestehender Produkte deutlich übersteigen könnte.
Die Kommentare fallen zeitlich zusammen mit der Voranbringung von Morgan Stanleys ETF-Plänen. Das Unternehmen hat jüngst neue Details in einer bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten S-1-Ergänzung offengelegt. Der Fonds soll unter dem Kürzel MSBT an der NYSE Arca gelistet werden und folgt der Struktur etablierter Spot-BTC-ETFs.
Die geplante Struktur umfasst eine 10.000-Aktien-Creation Unit und ein anfängliches Seed-Basket von 50.000 Aktien, das rund 1 Million Dollar einbringen soll. Morgan Stanley erwarb zudem zwei Aktien zu Prüfzwecken. Als Dienstleister wurden BNY Mellon als Cash-Custodian, Administrator und Transfer Agent sowie Coinbase als Prime Broker und Bitcoin-Custodian benannt.
Der ETF soll direkt in Bitcoin investieren, entsprechend dem Modell, das die aktuelle Generation der US-amerikanischen Spot-BTC-ETFs definiert. Le's Einschätzung lenkt den Blick auf eine übergeordnete Frage: Wie viel Kapital könnten Vermögensverwalter bereitstellen, wenn Bitcoin zu einem standardmäßigen Portfolio-Bestandteil wird?
Seit dem Start der Spot-BTC-ETFs im Jahr 2024 haben diese Kategorie bereits über 50 Milliarden Dollar an Zuflüssen verzeichnet, hauptsächlich getrieben durch selbstgesteuerte Anleger. Innerhalb der Beratungskanäle bleibt die Akzeptanz jedoch ungleich verteilt und hängt von internen Richtlinien, Risikomodellen und Kundenbedarf ab.
Morgan Stanley hat bereits Schritte in diese Richtung unternommen, indem es Brokerage-Kunden den Zugang zu Spot-BTC-ETFs ermöglichte und die Verfügbarkeit schrittweise ausweitete. Die MSBT-Anmeldung deutet auf einen Wandel von der reinen Distribution hin zur direkten Produktverantwortung hin, was die Rolle der Bank im Markt erheblich vertiefen könnte, sollte die Zulassung erteilt werden.