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Metaplanet emittiert 50 Millionen US‑Dollar an zinslose Anleihen für weitere Bitcoin‑Käufe

Metaplanet emittiert 50 Millionen US‑Dollar an zinslose Anleihen für weitere Bitcoin‑Käufe

Metaplanet hat am Freitag bekannt gegeben, dass es ¥8 Milliarden (ca. 50 Millionen US‑Dollar) an zinslosen Anleihen ausgeben will, um seine Bitcoin‑Bestände weiter auszubauen.

Metaplanet hat am Freitag mitgeteilt, dass es ¥8 Milliarden (ca. 50 Millionen US‑Dollar) an zinslosen, ungesicherten Anleihen emittieren will, die am 20. Reihe der gewöhnlichen Anleihen des Unternehmens gehören und im April 2027 fällig werden. Die Mittel sollen ausschließlich für den Erwerb weiterer Bitcoin verwendet werden; die Rückzahlung erfolgt zum Nominalwert bei Fälligkeit.

Die Anleihen wurden einem in den Cayman‑Inseln registrierten Investor namens EVO Fund zugewiesen, der bereits an früheren Finanzierungsrunden beteiligt war. EVO Fund kann eine vorzeitige Rückzahlung mit einer Frist von fünf Werktagen verlangen, während Metaplanet gleichzeitig das Recht behält, Teile oder die gesamte Emission zurückzukaufen, falls es weitere Kapitalaufnahmen mit demselben Gegenüber tätigt.

Bei einem aktuellen Bitcoin‑Preis von rund 78 000 US‑Dollar könnte die Emission den Erwerb von etwa 640 bis 700 BTC ermöglichen. Das Unternehmen verfügt derzeit über 40 177 BTC, die etwa 3,1 Milliarden US‑Dollar wert sind, und ist damit der größte Bitcoin‑Halter in Japan sowie der drittgrößte unter börsennotierten Unternehmen weltweit.

Metaplanet verfolgt das Ziel, bis Ende 2026 100 000 BTC und bis Ende 2027 210 000 BTC zu besitzen. Im ersten Quartal 2025 wurden 5 075 BTC hinzugekauft, was einer Bitcoin‑Yield von 2,8 % entspricht. Im Geschäftsjahr 2025 erlitt das Unternehmen einen Nettoverlust von ¥95 Milliarden, der vor allem auf unrealisierte Bewertungsschwankungen des Bitcoin‑Preises zurückzuführen ist; der durchschnittliche Anschaffungspreis je Coin liegt bei 104 106 US‑Dollar, was über dem aktuellen Marktpreis liegt.

Die Vorgehensweise von Metaplanet ähnelt derjenigen von Unternehmen in den USA, die Kapitalmärkte nutzen, um Bitcoin als Schatzreserve zu akkumulieren. Das bekannteste Beispiel ist Strategy, das kürzlich 34 164 BTC für etwa 2,54 Milliarden US‑Dollar erwarb und damit seine Gesamtbestände auf 815 061 BTC erhöhte. Diese Kaufaktion wurde durch Aktienverkäufe und ein STRC‑Vorzugsaktienangebot finanziert.

Trotz des wachsenden Anteils von über 3,8 % an der gesamten Bitcoin‑Versorgung notierten die Aktien von Strategy in der Vormarkt‑Handelssitzung leicht rückläufig, da Investoren die aggressive Kapitalstrategie bewerten.

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