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Ledger verschiebt geplante US-Börsennotierung auf Eis

Ledger verschiebt geplante US-Börsennotierung auf Eis

Das Unternehmen überprüft alternative Finanzierungsmöglichkeiten, während der Krypto-Markt unter schwacher Nachfrage leidet. Die IPO-Pläne werden vorerst eingestellt.

Ledger, ein in Paris ansässiger Hersteller von Hardware-Wallets, hat seine Pläne für eine Initial Public Offering (IPO) an der Börse in den USA vorerst eingestellt. Das Unternehmen reagiert auf die schwachen Bedingungen am Krypto-Markt, die die Nachfrage nach neuen Börsennotierungen deutlich reduziert haben. Laut Quellen aus der Branche wurde kein Entwurf für eine S-1-Registrierung bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht, was auf eine formale IPO-Intention hindeutet.

Die Entscheidung spiegelt einen umfassenden Trend wider, bei dem Unternehmen aus der digitalen Asset-Branche ihre öffentlichen Börsengänge zurückziehen. Dies folgt auf eine Phase intensiver Börsengänge im Jahr 2025, die nun durch sinkende Token-Preise, geringere Handelsvolumina und eine schwächere Entwicklung von Krypto-Aktien ersetzt wurde. Bitcoin notiert derzeit um die 80.000 US-Dollar, während Ether im Bereich von 2.000 US-Dollar bleibt. Gleichzeitig sind die Handelsvolumina an Spot-Märkten zurückgegangen und das Venture-Capital-Funding für Krypto-Startups hat deutlich abgenommen.

Auch andere Unternehmen wie Kraken und Consensys haben ihre IPO-Pläne bereits früher pausiert oder verschoben. Kraken hatte 2025 eine vertrauliche Anmeldung für einen Börsengang eingereicht, während Consensys seine geplante Listing-Zeitlinie mehrfach verschoben hat. Der jüngste Börsengang von BitGo, einem Custody-Anbieter, zeigte die Instabilität des Marktes: Die Aktie stieg zwar kurz nach dem Debüt, fiel dann jedoch wieder unter den Ausgabepreis und notiert mittlerweile deutlich darunter. Dies verdeutlicht die besondere Volatilität von Krypto-Aktien, die selbst bei erfolgreichen Angeboten kaum Stabilität erreichen.

Trotz der IPO-Pause bleibt Ledger aktiv im Ausbau seiner US-Präsenz. Im März 2024 wurde John Andrews, ein ehemaliger Executive von Circle, zum Chief Financial Officer ernannt, und ein Büro in New York wurde eröffnet, das sich auf institutionelle Kunden und die Ledger Enterprise-Plattform konzentriert. Das Unternehmen will Banken, Asset Manager und Stablecoin-Initiatoren mit sicherer Infrastruktur für die Verwahrung digitaler Assets versorgen. Kerngeschäft bleibt der Schutz privater Schlüssel, die den Zugriff auf Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether ermöglichen.

Seit der Gründung 2014 hat Ledger über sieben Millionen Hardware-Wallets verkauft und mehr als 100 Milliarden US-Dollar an digitalen Assets gesichert. Im Jahr 2023 erreichte das Unternehmen eine Bewertung von 1,5 Milliarden US-Dollar durch eine Finanzierungsrunde, an der unter anderem True Global Ventures und 10T Holdings beteiligt waren. Obwohl die öffentliche Notierung derzeit auf Eis liegt, unterstreicht die Fortsetzung des institutionellen Wachstums die langfristige Bedeutung von sicherer Krypto-Infrastruktur, die auch in schwachen Marktphasen gefragt ist.

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