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Galaxy Digital startet Bitcoin-Quantum-Readiness-Initiative mit bis zu 5 Millionen US‑Dollar

Galaxy Digital startet Bitcoin-Quantum-Readiness-Initiative mit bis zu 5 Millionen US‑Dollar

Galaxy Digital hat eine Initiative gestartet, um Bitcoin vor potenziellen Bedrohungen durch Quantencomputer zu schützen. Das Programm umfasst Förderungen, Forschung und einen beratenden Ausschuss.

Galaxy Digital hat heute seine Bitcoin Quantum Readiness Initiative angekündigt, ein mehrstufiges Programm, das bis zu 5 Millionen US‑Dollar an Entwicklerförderungen, Forschungsarbeiten und einen neuen Beratungsrat umfasst. Ziel ist es, das Bitcoin‑Netzwerk gegen die mögliche Ankunft leistungsstarker Quantencomputer zu stärken.

Derzeit beruht die Sicherheit von Bitcoin auf elliptischer Kurvenkryptographie, ein Verfahren, das durch Algorithmen wie Shor theoretisch gebrochen werden könnte. Solche Maschinen könnten private Schlüssel aus öffentlichen Schlüsseln ableiten und damit Wallets manipulieren, wobei Transaktionen nicht automatisch als manipuliert markiert werden.

Ein solcher Quantencomputer existiert derzeit noch nicht, jedoch wird die geschätzte Zeitspanne bis zu dessen Erscheinen immer kürzer. Das Bitcoin Policy Institute hat darauf hingewiesen, dass dieser Trend das Fenster für notwendige Netzwerk‑Upgrades verkleinert.

Das Förderprogramm bildet die erste Säule der Initiative. Galaxy wird damit Projekte unterstützen, die nach post‑quanten‑kryptographischen Signaturen suchen, Werkzeuge für den Migrationsprozess von Wallets und Custodians bereitstellen sowie Sicherheitsaudits von vorgeschlagenen Code‑Änderungen finanzieren. Förderungen werden einzeln bewertet und auf Grundlage von Meilensteinen ausgezahlt; Anträge können über die E‑Mail‑Adresse quantum-grants@galaxy.com eingereicht werden.

Ein zweiter Bestandteil ist die Forschungs- und Publikationsabteilung von Galaxy Research. Diese wird Analysen zur Bedrohung und zur Reaktion der Entwickler veröffentlichen, um Investoren, Entscheidungsträger und die technische Community zu informieren.

Der dritte Bestandteil ist der Quantum Advisory Council, ein Gremium, das die Forschung leitet und Förderanträge bewertet. Zu den ersten Mitgliedern zählen Barry Sanders von der University of Calgary, Damien Bérubé, ein MIT‑Fellow, und Eran Tromer von der Boston University.

Mike Novogratz, Gründer und CEO von Galaxy, betonte, dass das Unternehmen als Teil der Lösung für mögliche Quanten‑Bedrohungen fungieren wolle. Barry Sanders wies darauf hin, dass die Zeitrahmen für Quanten‑Entwicklungen weiter schrumpfen und dass Bitcoin daher nicht von den Vorbereitungen ausgenommen sein sollte, die in Regierungen und Industrie bereits stattfinden.

Ein besonderes Risiko besteht laut Angaben von Galaxy für alte und wiederverwendete Bitcoin‑Adressen, deren öffentliche Schlüssel bereits auf der Blockchain sichtbar sind. Schätzungen zufolge befinden sich etwa 1,7 Millionen BTC in solchen Legacy‑Adressen, deren Schlüssel dauerhaft offengelegt sind und damit besonders anfällig für zukünftige Angriffe sind.

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