Der FTX-Bankrottverwalter verkaufte 2023 einen 5-Prozent-Anteil am KI-Startup Cursor für 200.000 Dollar. Der gleiche Anteil ist nun mit 3 Milliarden Dollar bewertet, nachdem SpaceX eine 60-Milliarden-Dollar-Bewertung für...
Der FTX-Bankrottverwalter verkaufte im April 2023 einen 5-Prozent-Anteil am KI-Startup Cursor für 200.000 Dollar. Dieser Betrag entsprach exakt dem ursprünglichen Investment von Alameda Research im April 2022. Die Bewertung des Anteils stieg auf etwa 3 Milliarden Dollar, nachdem SpaceX am 21. April 2026 eine 60-Milliarden-Dollar-Übernahmeangebot für Cursor ankündigte. Die Differenz zwischen dem realisierten Erlös und dem aktuellen Wert beträgt 15.000-fach und stellt einen der größten Fehlkäufe in der Geschichte der Krypto-Bankrotte dar. Der Verkauf erfolgte unter Zwangsbedingungen, da der Insolvenzverwalter zur schnellen Liquidation von Vermögenswerten gezwungen war, um Gläubiger auszuzahlen. Die Entscheidung führte dazu, dass kein Teil des späteren Wertzuwachses an die Gläubiger weitergegeben wurde. Experten betonen, dass die strukturelle Schwäche des Bankrottrechts darin besteht, dass es auf Geldwiederbeschaffung statt auf Wertmaximierung ausgerichtet ist. Selbst bei einer möglichen Abrundung des 3-Milliarden-Betrags durch Dilution durch eine weitere Finanzierungsrunde bleibt die Diskrepanz gravierend. Die Situation wird für Sam Bankman-Frieds Argument entscheidend, dass die Zwangsveräußerung Tausende von Millionen an Wert vernichtete. Sein Anwalt nutzt diesen Fall bereits in der öffentlichen Kampagne für eine Strafmilderung. Die endgültige Bewertung hängt noch von der Entscheidung SpaceX ab, ob es die vollständige Übernahme zu 60 Milliarden Dollar durchführt oder die 10-Milliarden-Dollar-Abfindung zahlt. Dieser Fall wird langfristig die Diskussion über die Handhabung von Krypto-Bankrotten prägen.