Die VerifiedX Foundation hat 15 Millionen US-Dollar für die Ausweitung von Verwahrungs- und Börsenbeziehungen rund um ihr vBTC-Token eingeworben.
Die VerifiedX Foundation hat eine Finanzierungsrunde über 15 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, soll das Kapital unter anderem dafür eingesetzt werden, die Verwahrungsbeziehung mit der an der New York Stock Exchange gelisteten Verwahrungslösung BitGo auszubauen und dasWrapped-Bitcoin-Produkt vBTC auf zentralisierten Kryptobörsen verfügbar zu machen. Cantor Fitzgerald ist laut Mitteilung der Banking Partner der Finanzierungsrunde.
Wrapped-Tokens wie vBTC sollen Bitcoin auch in anderen Krypto-Plattformen und Anwendungen nutzbar machen, die nicht nativ mit dem Bitcoin-Netzwerk kompatibel sind. Bei üblichen Wrapped-Tokens senden Halter Bitcoin an einen Verwahrer oder an eine kleine Gruppe gemeinsam signierender Stellen und erhalten dafür eine außerbörsliche Repräsentation in einem anderen Netzwerk. Diese kann dort frei gehandelt und abgewickelt werden, ist jedoch nur so belastbar wie diejenige Stelle, die die zugrunde liegenden Bitcoin verwahrt.
Bei VerifiedX entsteht bei der Erstellung eines vBTC-Token laut Unternehmensangaben eine eindeutige native Bitcoin-Adresse innerhalb des Token selbst. Der Halter zahlt Bitcoin auf diese selbstverwaltete Adresse ein. Die Coins verbleiben demnach auf dem Bitcoin-Ledger und verlassen nicht das Bitcoin-Ökosystem. Die konkreten technischen Abläufe und rechtlichen Bedingungen werden in der Quelle jedoch nicht näher beschrieben.
„Fast jeder Weg, Bitcoin heute On-Chain produktiv zu machen, verlangt vom Halter, es gegen ein IOU eines anderen zu tauschen“, erklärte Brian May, Mitglied der VerifiedX Foundation, in einer Mitteilung. May sagte weiter, vBTC sei ein Durchbruch für diesen Bereich. Die Finanzierungsrunde soll die Infrastruktur für Verwahrung, Börsen und Kreditgeschäfte ausbauen, damit Institutionen vBTC einsetzen und ihr Bitcoin in produktives Kapital umwandeln können. Die Aussage, dass weniger als ein Prozent aller institutionell gehaltenen Bitcoin Erträge erzielen, ist eine Bewertung des Unternehmens und wurde im bereitgestellten Material nicht unabhängig bestätigt.
Die Mitteilung nannte keine Teilnehmer der Finanzierungsrunde. Damit bleibt offen, welche institutionellen oder privaten Anleger beteiligt sind und ob das gesamte Finanzvolumen ausschließlich für BitGo und den Börsenzugang von vBTC vorgesehen ist.
VerifiedX bezeichnet sich als Finanzbetriebssystem für Bitcoin und bietet laut eigener Beschreibung Produkte für selbstverwalteten Besitz, sofortige Abwicklung, programmierbare Finanzdienstleistungen und die native Nutzung von Bitcoin an. Cantor Fitzgerald gehört zu den frühen Wall-Street-Unterstützern des Bitcoin und verwahrt laut Quelle außerdem die Treasury-Reserven für den USDT-Stablecoin des Emittenten Tether.