Bitwise CIO Matt Hougan hat seine Einschätzung zum US-amerikanischen Clarity Act korrigiert. Er geht nun davon aus, dass ein Krypto-Bullenmarkt auch ohne das Verabschieden der Gesetzgebung in diesem Jahr anhalten koennte...
Matt Hougan, Chief Investment Officer von Bitwise Asset Management, hat seine Prognose zum weiteren Verlauf des Krypto-Marktes in Abhaengigkeit von der US-Gesetzgebung angepasst. In einer aktuellen Stellungnahme revidierte er seine fruehere Sichtweise, wonach der Fortbestand eines Buellenmarktes massgeblich vom Inkrafttreten des sogenannten Clarity Act abhaenge.
Hougan stellte fest, dass Bitcoin im fruehen September die Marke von 80.000 US-Dollar ueberschritten habe. Dieser Preisanstieg sei zu einem Zeitpunkt erfolgt, zu dem die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung des Clarity Act noch im laufenden Jahr nach Einschätzung von Beobachtern gesunken sei.
Diese Entwicklung fuehrte Hougan zu der Schlussfolgerung, dass der Markt nicht zwingend auf die Verabschiedung dieser spezifischen Gesetzgebung angewiesen sei, um seine positive Tendenz fortzusetzen. Er deutete an, dass andere Faktoren den Markt treiben koennten, auch wenn regulatorische Klarheit weiterhin als wichtig erachtet wird.
Der Clarity Act zielt darauf ab, einen klareren regulatorischen Rahmen fuer digitale Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten zu schaffen. Branchenbeobachter hatten das Vorhaben zuvor oft als entscheidenden Katalysator fuer institutionelle Investitionen und anhaltende Kursgewinne bezeichnet.
Hougans revidierte Einschätzung spiegelt eine gewisse Entkopplung der kurzfristigen Marktentwicklung von der legislativen Agenda in Washington wider. Ob der Aufwaertstrend ohne gesetzgeberische Fortschritte nachhaltig ist, bleibt jedoch abzuwarten, da die regulatorische Unsicherheit langfristig als Risikofaktor fortbesteht.