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BIS prüft XRP Ledger für kryptographische Absicherung offizieller Statistiken

BIS prüft XRP Ledger für kryptographische Absicherung offizieller Statistiken

Die Bank für Internationalen Settlements (BIS) hat ein Konzeptpapier vorgelegt, das die Nutzung des XRP Ledger (XRPL) zur Verifizierung der Integrität offizieller Wirtschaftsdaten beschreibt.

Die Bank für Internationalen Settlements (BIS) hat mit dem Working Paper Nr. 1374 vom 2. September 2026 ein technisches Konzept vorgestellt, das die XRP Ledger (XRPL) für die kryptographische Absicherung offizieller statistischer Daten nutzt. Das Papier zielt auf eine Lücke im SDMX-Standard (Statistical Data and Metadata eXchange), dem gängigen Protokoll zum Austausch von amtlichen Statistiken, der bislang keinen integrierten Mechanismus zur kryptographischen Integitätsprüfung bietet.

Im Rahmen des Proof of Concept wurden Daten-Sets mit sogenannten „Fingerprints“ versehen, diese komprimiert und als Merkle-Wurzel auf einem öffentlichen XRPL-DevNet-Node verankert. Dadurch lässt sich nachvollziehen, ob ein Datensatz seit der Veröffenlichung unverändert ist oder manipuliert wurde. Die gemessenen Zeiten lagen bei einer Publikationsdauer von drei bis fünf Sekunden sowie einer Verifizierungszeit von ein bis zwei Sekunden.

Das Projekt wird als technischer Test eingestuft und hat nach Angaben der BIS keine unmittelbare Auswirkung auf den XRP-Kurs oder die Marktentwicklung. Institutionelle Tests dieser Art dienen primär der Erforschung von Infrastruktur-Lösungen und fließen in der Regel nicht direkt in Handelsentscheidungen ein. Die genannten Zeitwerte stammen aus dem Experiment und wurden im Rahmen der wissenschaftlichen Auswertung des Papiers dokumentiert.

Die analystsische Bewertung des Papiers weist auf potenzielle Anwendungsfelder in der Datensicherheit hin, ohne however eine Prognose über die breite Einführung solcher Systeme zu treffen. Die Verwendung der XRPL in diesem Kontext ist als technische Machbarkeitsstudie zu verstehen, die zeigt, dass eine Verankerung von Datenintegrität auf einer öffentlichen Blockchain grundsätzlich möglich ist. Ob und wann eine solche Lösung in die operative Nutzung der BIS oder anderer internationaler Institutionen übergeht, ist derzeit nicht geklärt.

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